Immobilien Kredit – Kredit aufnehmen

Bei der Aufnahme eines Immobilienkredits gibt es eine Vielzahl wichtiger Faktoren zu beachten. Hier sind einige der wichtigsten Aspekte, die du in Betracht ziehen solltest:

Kreditbedingungen und Zinssätze:

Informiere dich über die aktuellen Zinssätze und Kreditbedingungen. Diese beeinflussen direkt die monatlichen Raten und die Gesamtkosten des Kredits.

Eigenmittel:

Überlege, wie viel Eigenkapital du für den Kauf der Immobilie einsetzen kannst. In der Regel gilt: Je mehr Eigenmittel, desto niedriger der Kreditbetrag und die monatlichen Raten.

Kreditlaufzeit:

Die Kreditlaufzeit beeinflusst ebenfalls die monatliche Rate. Kürzere Laufzeiten führen zu höheren Raten, aber insgesamt zahlst du weniger Zinsen. Längere Laufzeiten können niedrigere Raten bedeuten, aber höhere Gesamtkosten.

Simultanhypothek:

Eine Simultanhypothek, auch als „parallele Hypothek“ oder „zusätzliche Hypothek“ bezeichnet, ist eine Art von Hypothek, die auf eine Immobilie aufgenommen wird, die bereits durch eine andere Hypothek belastet ist. Dies bedeutet, dass es zwei oder mehr Hypotheken auf derselben Immobilie gibt. Die Simultanhypothek dient als zusätzliche Sicherheit für den Kreditgeber und kann verschiedene Zwecke haben.

Haushaltsrechnung:

Die Haushaltsrechnung, oft als „Budgetrechnung“ bezeichnet, spielt eine entscheidende Rolle bei der Immobilienfinanzierung. Sie ist eine finanzielle Analyse, die dazu dient, sicherzustellen, dass ein Kreditnehmer in der Lage ist, die monatlichen Zahlungen für eine Hypothek oder Immobilienkredite dauerhaft zu leisten, ohne seine finanzielle Stabilität zu gefährden.

KIM-Verordnung:

Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat zur Begrenzung der systemischen Risiken bei Fremdkapitalfinanzierungen von Wohnimmobilien die „Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung (KIM-VO)“ erlassen, die durch Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Rechtskraft getreten ist.  Mit dieser Verordnung setzt die FMA die Empfehlungen und Vorgaben des Finanzmarktstabilitätsgremiums (FMSG) um. Die Verordnung ist rechtlich verbindlich ab 1. August 2022 auf neu vereinbarte private Wohnimmobilienfinanzierungen anzuwenden.

DSTI:

DSTI steht für „Debt Service to Income“ und ist ein Begriff, der im Bereich der Finanzierung und Kreditvergabe verwendet wird. DSTI ist ein Finanzkennzahl, die dazu dient, die Fähigkeit einer Person oder eines Haushalts zu beurteilen, ihre Schulden oder Kreditverpflichtungen im Verhältnis zu ihrem Einkommen zu bedienen. Es handelt sich um eine wichtige Maßnahme, die von Kreditgebern und Finanzinstituten verwendet wird, um die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers zu bewerten. In der Regel darf die Kreditrate maximal 40% des Nettoeinkommens betragen,

LTV:

LTV steht für „Loan-to-Value“ und ist ein wichtiger Begriff im Bereich der Finanzierung, insbesondere bei Immobilienkrediten. Der LTV ist ein Verhältnis, das die Höhe des ausstehenden Kredits im Vergleich zum aktuellen Marktwert der finanzierten Immobilie darstellt. Es wird oft als Prozentsatz ausgedrückt und dient dazu, das Risiko sowohl für den Kreditgeber als auch für den Kreditnehmer zu bewerten. Der LTV ist von Bank zu Bank verschieden und wird oft zwischen 85% – 95% angesetzt.

Kaufnebenkosten:

Die Kaufnebenkosten bei einem Immobilienkauf sind zusätzliche Kosten, die neben dem eigentlichen Kaufpreis der Immobilie anfallen. Diese Nebenkosten müssen von Käufern in der Regel selbst getragen werden und variieren je nach Land, Region und spezifischem Immobilienmarkt.

Feste Verzinsung (Fixzinsen):

  • Stabilität: Bei einer festen Verzinsung bleibt der Zinssatz während der gesamten Laufzeit des Darlehens unverändert. Dies bedeutet, dass Ihre monatliche Ratenzahlung konstant bleibt und Sie genau wissen, wie viel Sie jeden Monat zahlen müssen. Es gibt keine Überraschungen in Bezug auf Zinsänderungen.
  • Vorhersehbarkeit: Dies macht feste Verzinsung besonders attraktiv für Personen, die eine langfristige finanzielle Planung bevorzugen und vorhersehbare monatliche Ausgaben schätzen.
  • Schutz vor Zinsschwankungen: Bei steigenden Zinssätzen schützt eine feste Verzinsung vor höheren monatlichen Zahlungen, da Ihr Zinssatz unverändert bleibt.
  • Längerfristige Planung: Feste Verzinsungen sind besonders geeignet, wenn Sie langfristige finanzielle Verpflichtungen eingehen, wie z. B. eine Hypothek über 15 oder 35 Jahre.

Variable Verzinsung:

  • Veränderliche Raten: Bei variabler Verzinsung ändert sich der Zinssatz im Laufe der Zeit entsprechend einem Referenzzinssatz oder einer Indexrate (z. B. dem Leitzins der Zentralbank). Dies bedeutet, dass Ihre monatliche Zahlung schwanken kann.
  • Potenziell niedrigere anfängliche Zinsen: Variable Zinssätze starten oft niedriger als feste Zinssätze, was anfänglich niedrigere monatliche Zahlungen ermöglicht.
  • Risiko von Zinserhöhungen: Bei steigenden Zinsen können Ihre monatlichen Zahlungen steigen, was zu Unsicherheit in Bezug auf Ihre finanzielle Planung führen kann.
  • Flexibilität: Variable Verzinsung kann in bestimmten Situationen vorteilhaft sein, z. B. wenn Sie einen Kredit nur kurzfristig aufnehmen möchten und von möglichen Zinssenkungen profitieren möchten.

Zinssplittung:

Die Zinssplitting ist eine Strategie, die bei der Finanzierung von Hypotheken oder Darlehen in einigen Ländern angewendet wird. Diese Strategie ermöglicht es Kreditnehmern, ihre Darlehen in zwei Teile zu teilen, einen festverzinslichen und einen variabel verzinslichen, um von den Vorteilen beider Zinssätze zu profitieren. Verschiedene Banken bieten verschiedene Zinssplittungen an.

Senden Sie uns eine unverbindliche Anfrage. Unsere Finanzierungs-Experten beraten Sie gerne!

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
0
Erfolgreiche Projekte/Jahr
0
zufriedene Kunden
0
Jahre Erfahrung im Finanzierungswesen
Top Finanzierungskonditionen

Kooperationspartner